Thomas Dretart: ALLTAEGER BROT

Publié le par Thomas Dretart

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Du weilst in diesem Zimmer

 

das erkenne ich

an den Rosenduft

das durch offene Fenster

das Morgen hineinbringt.


 

 

 

 

 

 

 

 

***

 

WENN DU DEIN HEMD WEGNIMMST,

 

denke nicht mehr

über die Flamme,

Die die Haut verbrennen könnte.

 

 

 

 

 

***

 

ALLTAEGER BROT

 

 

Mit deiner Hand geknetet

und auf dem Fenster gestellt

um mich an dich zu erinnern,

mich, der wie ein Wolf ausgehungert ist.

Mich, der den Geschmack kennt

und Die erste Geste deiner Hand.

Das Werk der Sonne und Die Liebe.

wiederholend

 

 

 ***

 

WIR WERDEN HABEN

 

alles, was man wünschen kann.

Was das Herz begehrt

Wird ein Blitz hinauswerfen

wenn du dein Aug schließt.

 

 

 

 

***

 

FALLS DU MIR DIE HAND REICHST

 

zwei Armeen werden sich schließen.

Deine Armee, die Haarlocken

und die meine, die Sehnsucht.

Dass ist das, was wir wollten.

Dass keinen Krieg mehr gibt.

Dass es die Handbewegung,

Wie wenn der Vogel im Flug

die Flügel ausbreitet, gibt.

Die Wärme des Blickes.

Und in der Ferne, die Sonne.

 

 

 

***

 

WIR BRAUCHEN WEDER ZEUGEN

 

 

noch fremde Stimme

noch ein fremden Aug.

Uns genügen meine Stirnen

und dein Blick

bereit, die erste Falte zu sehen.

Und sie nicht zu beachten.

Die Liebe kennt schon das ihre.

 

 

 

 

***

 

WIR HABEN GLUECK

 

O, Liebe!

Es ist Morgen.

Das ist ihre Stadt.

der Wald ist nah.

Der Fluss zerstrahlt seine Tropfen

auf ihrer Schultern,

und ein Vogel singt.

O, Glück! Ein Vogel singt.

 

 

UEBERTRAGUNG:  SAMIRA BEGMAN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Publié dans La poésie non clssée

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